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Moderate Islamisten gewinnen erneut Parlamentswahlen in Marokko

Turm in Rabat

Mit den Worten „Heute hat die Demokratie gewonnen kommentierte der Vorsitzende Abdelilah Benkirane den Sieg seiner Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (PJD) bei den Parlamentswahlen in Marokko. Mit knapp über 31 Prozent konnte die PJD deutlich mehr Stimmen als die liberale Partei für Authentizität und Modernität (PAM) erringen, die knapp 26 Prozent erhielt. König Mohammed VI. beauftragte gemäß Artikel 47 der Verfassung den Spitzenkandidaten der PJD mit der Regierungsbildung. Offen bleibt allerdings die Frage nach den Koalitionspartnern. Experten rechnen jedoch angesichts der anstehenden internationalen Ereignisse in Marokko, die mit dem Weltklimagipfel COP 22 im November ihren Höhepunkt erreichen, mit einer zügigen Regierungsbildung.

Mit 125 der 395 Parlamentssitze liegt die moderat islamistische PJD zwar deutlich vor der Partei für Authentizität und Modernität (PAM), doch konnte der Newcomer der marokkanischen Parteienlandschaft mit 102 Sitzen seinen Anteil im Vergleich zu den Wahlen von 2011 mehr als verdoppeln. Eine außergewöhnliche Leistung für die liberal-säkulare PAM, die vor knapp zehn Jahren von einem engen Berater des marokkanischen Königshauses, Fouad Al Himma, gegründet wurde.

Als größter Konkurrent der konservativen PJD versuchte sich die PAM im Wahlkampf vor allem mit einem wirtschaftsliberalen Modernisierungsprogramm und der Stärkung von Frauenrechten von der PJD abzugrenzen. Die Komplexität des marokkanischen Wählerverhaltens zeigte sich erneut daran, dass die modernistische PAM ihre Wähler überwiegend in den ländlichen und mitunter strukturschwachen Regionen mobilisieren konnte. Dagegen rekrutierte die PJD wie bei den Kommunal- und Regionalwahlen im Jahr 2015 ihre Stimmen vor allem aus der breiten Mittelschicht der Großstädte Casablanca, Rabat, Marrakesch, Fès und Tanger. .

Der ausführliche Bericht zum Download: "Moderate Islamisten gewinnen erneut Parlamentswahlen in Marokko"

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